Geschichte
Die ersten Zeichen einer Ansiedlung an der Kirchstraße wurden schon im 14. Jahrhundert festgehalten. Ende des 15. Jahrhunderts standen in der unteren Kirchstraße bereits genauso viele Häuser wie heute!
Die Besitzer des Gebäudes des „Goldenen Hirschen“ (Kirchstraße 8) lassen sich übrigens bis 1485 zurückverfolgen. Um 1855, kurz vor der Jahrhundertwende, bekamen die Hirschenwirte Anton Kinz & Friedrich Ritter die Bierbrauer Konzession mit dem verbundenen Recht des Bierausschankes aus eigener Erzeugung. 1895 erfolgte dann erstmals die urkundliche Nennung als Gaststätte.
Schon gut 10 Jahre zuvor, um 1881, ging’s rund im Hirschen, denn an der Hofseite des Hauses wurde eine Kegelbahn betrieben und im Saal darüber wurde rauschende Feste gefeiert. 1926 erfolgte dann ein durchgreifender Umbau nach den Plänen von Johann Anton Tscharner (1880-1955).
Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erwarb die Familie Kinz 80iger Jahren den Goldenen Hirschen von der Mohrenbrauerei.
Seit den 90iger Jahren steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Bemerkenswert ist die nationalromantische Innengestaltung der Gaststätte mit zwei verschiedenen Ebenen. Der hallenartige Raum ist im oberen Teil mit Fachwerk versehen und nach unten mit breiten Balken und einem Fries von Bregenzer und Vorarlberger Geschlechtswappen abgeschlossen. In den niederen Bereichen und Nischen wird eine intime Atmosphäre erzielt. Die Wände der Gaststube sind getäfert und daran verlaufen eingebaute Bänke. Fenster, die zum Teil Blendfenster sind, zeigen originale Versprossung und Beschläge.
Von 1975 bis zu Ihrer Pensionierung im März 2011 bewirteten Herbert und Doris Drobez den Goldenen Hirschen und begründeten die heute im Hirschen so legendäre Rindfleisch-Töpfle-Tradition, für die das Gasthaus weit über die Grenzen hinweg bekannt ist. Seit 1. April 2011 führt Andrea Kinz den Goldenen Hirschen in diesem Sinne weiter und legt Wert darauf, dass das Team des Goldenen Hirschen seine Gäste stets nach dem Motto „Herzlich und freundlich, einfach und gut!“ bewirtet. Lassen Sie es sich schmecken!